Finger weg von der Eingliederungshilfe – Das sind die Kürzungspläne der Regierung!

Als die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder im Dezember 2025 einen Artikel in der WELT veröffentlichte mit dem Titel „Was wir uns künftig nicht mehr leisten können“, horchten viele Menschen mit Behinderungen und ihre Unterstützer bereits auf. Hier wurde unverhohlen das Prinzip der personenzentrierten Bedarfserhebung und individuellen Hilfe für Menschen mit Behinderungen in Frage gestellt. Besonders Persönliche Assistenz und Einzelfallhilfe in der Schule wurden als ineffizient und Verschwendung gebrandmarkt.

Es steht außer Frage: die individuellen Hilfen für Menschen mit Behinderugnen stellen eine Belastung für die leistenden Kommunen dar. Doch statt deren Verwaltung beizustehen, möchte man das „Problem“ anders lösen – das Prinzip der Selbstbestimmung behinderter Menschen und die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention kassieren. Die aktuellen Kürzungspläne stellen eine Entrechtung von Menschen mit Beeinträchtigung dar: sie berauben Betroffene potenziell ihrer individuellen Ansprüche, sie treten eine professionelle Bedarsfeststellung mit Füßen und sie haben die Macht, die zarten Errungenschaften der Inklusion aus den letzten Jahren zunichte zu machen.

Der Paritätische hat das Arbeitspapier zu den aktuellen Kürzungsplänen veröffentlicht und ihre Bedeutung für Betroffene zusammengefasst – an dieser Stelle können Sie das Dokument einsehen.

Wenn Sie sich gegen die Kürzungen wehren möchten, unterstützen Sie die Unterschriftenaktion des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter. Sie können am 06. Mai in Duderstadt auf einer der dort ausliegenden Listen unterschreiben Oder Sie drucken die Liste aus und sammeln Unterschriften in Ihrem Bekanntenkreis. Ausgefüllte Listen können Sie am 06. Mai in Duderstadt beim Stand der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen abgegeben oder selbst zum Bundesverband senden (Adresse auf der Liste) Wenn Sie die Liste herunterladen möchten, klicken Sie bitte diesen Link